Von der Geothermie zum ganzheitlichen Energiesystem

Für Tim Molter sind erneuerbare Energien mehr als einzelne Technologien: Entscheidend ist für ihn, wie sie sinnvoll in ein ganzheitliches Energiesystem integriert werden können. Als Produktmanager für kalte Nahwärmenetze bei der FRANK GmbH beschäftigt er sich mit innovativen Wärmenetzkonzepten, die unterschiedliche erneuerbare Energiequellen miteinander verbinden und im Sommer sogar zur Kühlung genutzt werden können. Sein ESE-Studium hat ihm dabei geholfen, seinen ursprünglichen Fokus auf Geothermie zu erweitern und energetische Zusammenhänge aus einer übergreifenden Perspektive zu betrachten.

Tim Molter
Tim Molter

Nach seinem Bachelorabschluss in Geowissenschaften an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg entschied sich Tim Molter für den Master in Angewandten Geowissenschaften und den Master in Energy Science and Engineering an der TU Darmstadt. Heute arbeitet er als Produktmanager für kalte Nahwärmenetze bei der FRANK GmbH.

In 30 Sekunden: Was machen Sie beruflich?

„Ich beschäftige mich mit kalten Nahwärmenetzen. Es handelt sich dabei um eine Form von Wärmenetz, das auf sehr niedrigen Temperaturen operiert und deswegen kaum Wärmeverluste (im Gegenteil eher Wärmegewinne) beim Soletransport erfährt. Es können zahlreiche erneuerbare Energien als Quellen angezapft werden- von geothermischen Systemen, über industrielle Abwärme, See-, Fluss, Meer- oder Abwasser bis hin zu Regenwasser. Diese Vielfalt bietet in der Planung solcher Netze für ganz unterschiedliche Gebiete spannende Lösungen. Besonders die Möglichkeit, mit diesem System im Sommer zu kühlen zeigt -gerade in diesem Jahr- welches Potential in den erneuerbaren Energien steckt. Dabei trete ich in den Dialog mit Kommunen, Stadtwerken oder Ingenieurbüros und kann über die Thematik informieren, bei der Planung unterstützen oder auf Messen, Konferenzen und Tagungen neue Innovationen vorstellen.“

„Energy Science and Engineering ist für mich …

„… ein Studiengang, der mir sehr viel Freiraum gibt, mich wissenschaftlich mit verschiedenen energetischen Sachverhalten zu beschäftigen. Wiederkehrende Thematiken aus unterschiedlichen Fachbereichen haben mir dabei geholfen, spannende Zusammenhänge zu entdecken. Ich bin in den Master gestartet mit reinem Fokus auf die Geothermie und habe ihn verlassen mit einer viel besseren Perspektive auf das energetische Gesamtsystem- beispielsweise die Geothermie als einen (wichtigen) Teil eines Wärmenetzes zu denken.“

Warum sollten Studierende sich für den Masterstudiengang Energy Science and Engineering an der TU Darmstadt entscheiden?

„Man nimmt durch die Grundlagenmodule zahlreiche Basics mit, mit denen man hervorragende Wahlmöglichkeiten im weiteren Verlauf des Studiums hat, bei dem zahlreiche Fachbereiche offenstehen. Man kann sich ganz unterschiedlich vertiefen und auch während des Studiums in unterschiedliche Themen hineinschnuppern. Außerdem hat mir die Möglichkeit einen Doppelmaster abzuschließen viele Möglichkeiten gegeben. Dafür ist ESE hervorragend geeignet und absolut zu empfehlen. Außerdem finde ich Darmstadt als Studistadt definitiv underrated.“

Womit konnte man Sie vom Lernen abhalten?

„Mit Kaltgetränken :)“