Vom ESE-Studium zur Führungskraft in der Forschung
Ein zufälliges Gespräch auf einer Geburtstagsparty führte sie zur Promotion und schließlich zu einer verantwortungsvollen Führungsposition an der TU Darmstadt. Dr.-Ing. Ghada Elserafi zeigt, wie vielfältig, vernetzt und zukunftsweisend ein Studium im Master Energy Science and Engineering sein kann.
Nach ihrem Bachelorstudium im Maschinenbau entschied sich Ghada Elserafi für den Masterstudiengang Energy Science and Engineering (ESE) an der TU Darmstadt, den sie 2019 abschloss. Nach ihrer Promotion übernahm sie die Rolle der Oberingenieurin am Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (Forschungsgruppe ETA / ETA-Fabrik).
Was macht ein:e Oberingenieur:in?
Die Oberingenieur:innen-Rolle am Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (Forschungsgruppe ETA) ist eine zentrale Position in der Organisation des Instituts – sie verbindet wissenschaftliche Exzellenz mit Teamführung, strategischer Weiterentwicklung und operativer Verantwortung. Sie sorgt für motivierte und leistungsstarke Mitarbeitende. Gemeinsam mit der Institutsleitung trifft sie Entscheidungen darüber, wie Arbeitsabläufe, Personalstrukturen, Partnerschaften und Infrastruktur strukturiert und weiterentwickelt werden – und wie sich das Institut nach außen präsentiert. Dabei tauscht sie sich intensiv mit verschiedenen institutsinternen und -externen Stakeholdern aus, um möglichst fundierte Entscheidungen zu treffen.
Was hat Ihnen das ESE-Studium für Ihren Beruf mitgegeben?
„Durch die Interdisziplinarität des Studiengangs habe ich mich als ‚All-Rounderin‘ weiterentwickelt und gelernt, mich schnell in unterschiedliche Themen einzuarbeiten. Besonders wertvoll war für mich auch der Kontakt zu Kommilitoninnen und Kommilitonen aus ganz verschiedenen Fachrichtungen. Das hat mir nicht nur ein vielfältiges Netzwerk eröffnet, sondern mir auch geholfen, mit unterschiedlichen Menschen effektiv zusammenzuarbeiten – eine Schlüsselkompetenz im Berufsleben, besonders in gemischten Teams.“
Welcher Moment Ihrer Studienzeit ist Ihnen in besonderer Erinnerung geblieben?
„Nach meinem Auslandspraktikum suchte ich ein Thema für meine Masterarbeit. Auf einer Geburtstagsparty kam ich zufällig mit einem ehemaligen ESE-Kollegen ins Gespräch, der gerade seine Promotion begonnen hatte und eine Masterarbeit vergab. Dieser Zufall hat meine Laufbahn stark geprägt: Nach der Masterarbeit erhielt ich eine Promotionsstelle am selben Institut – und so bin ich schließlich in der ETA-Fabrik gelandet.“
Ihr wichtigster Rat an Studierende in Darmstadt
„Unbedingt Kontakte knüpfen und pflegen! Ganz egal, welchen Weg man später einschlägt – sowohl in akademischen als auch in industriellen Karrieren können strategische Kontakte vieles ermöglichen. Gleichzeitig kann man von jeder Begegnung etwas lernen: Entweder nimmt man Weisheiten mit oder lernt mehr über sich selbst. Wichtig ist dabei, authentisch zu bleiben und echtes Interesse am Gegenüber zu haben.“