Energieversorgung sicher gestalten – im nationalen und europäischen Stromnetz
Für Gabriel Ackermann ist die Energiewende untrennbar mit der Frage verbunden, wie eine zuverlässige und stabile Stromversorgung auch in einem zunehmend vernetzten Energiesystem gewährleistet werden kann. Als Specialist Market Operations bei Swissgrid arbeitet er an der Schnittstelle zwischen Netzbetrieb, Stromhandel und internationaler Zusammenarbeit. Dabei geht es nicht nur darum, den laufenden Betrieb des Schweizer Übertragungsnetzes zu überwachen, sondern auch darum, gemeinsam mit europäischen Übertragungsnetzbetreibern die Stabilität des Stromsystems sicherzustellen.
Nach seinem Bachelorabschluss in Energie- und Umwelttechnik an der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) entschied sich Gabriel Ackermann für den Masterstudiengang Energy Science and Engineering an der TU Darmstadt. Heute arbeitet er als Specialist Market Operations bei Swissgrid, der Übertragungsnetzbetreiberin der Schweiz.
In 30 Sekunden: Was machen Sie beruflich?
„Ich arbeite bei Swissgrid, der Übertragungsnetzbetreiberin der Schweiz. In meinem Team überwachen wir im Echtzeitbetrieb den Kraftwerkseinsatz und sind für die Abstimmung der nationalen und internationalen Fahrpläne zuständig, die für den Stromhandel benötigt werden. Zudem ist mein Team für die Spannungshaltung verantwortlich. Dazu führen wir Netzstudien durch und koordinieren Maßnahmen für den Blindleistungshaushalt. Auch die Überwachung der europäischen Netzfrequenz gehört zu unseren Aufgaben, in unserer Rolle als Synchronous Area Monitor. Darüber hinaus koordinieren wir gemeinsam mit weiteren europäischen Übertragungsnetzbetreibern Maßnahmen für das europäische Übertragungsnetz und sind dafür ausgebildet, in Notsituationen wie einem Blackout das Stromnetz wieder in einen sicheren Betriebszustand zu überführen.“
Welcher Moment Ihrer Studienzeit ESE ist Ihnen in besonderer Erinnerung geblieben?
„Während der Covid-19-Pandemie fand ein großer Teil des Unterrichts online statt. Dadurch traf man viele Kolleginnen und Kollegen erst bei den Prüfungen zum ersten Mal persönlich. Dennoch entwickelte unser Jahrgang durch gemeinsame Veranstaltungen auf dem Campus, bei Wanderungen sowie durch Gruppenarbeiten vor Ort oder online einen guten Zusammenhalt. Man fühlte sich dadurch wie Teil einer grossen ESE-Klasse.“
Warum sollten Studierende sich für den Masterstudiengang Energy Science an Engineering an der TU Darmstadt entscheiden?
„Ich habe mich für den ESE-Masterstudiengang entschieden, weil er für mich einen idealen Mix aus verschiedenen Fachbereichen geboten hat. Mich fasziniert die Energiebranche, da sie ein unglaublich wichtiger und zentraler Baustein unserer Gesellschaft ist. Unabhängig davon, auf welche Vertiefung man sich während des Studiums oder anschließend in der Berufswelt spezialisiert, vermittelt das ESE-Studium ein breites Grundlagenwissen auf hohem Niveau. Man lernt, die Zusammenhänge zwischen verschiedenen Branchen zu verstehen, und kann sich dadurch ideal auf die Herausforderungen der Energiewende vorbereiten.“