NFDI4Cat: Förderung für Katalyseforschung

01.07.2020

Im Rahmen der neuen Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) wird auch das Konsortium „NFDI for Catalysis-Related Sciences“ (NFDI4Cat) gefördert. Die TU Darmstadt ergänzt NFDI4Cat als assoziierte Partnerin, verantwortlich sind Professor Marcus Rose und Professor Bastian Etzold, Arbeitsgruppe Technische Chemie im Fachbereich Chemie und Mitglieder des Profilbereichs Energiesysteme der Zukunft.

Professor Bastia Etzold und Professor Marcus Rose

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern beschloss nun die Förderung des Konsortiums NFDI4Cat, welches von der Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie (DECHEMA) koordiniert wird und an dem 15 Partnerinstitutionen beteiligt sind.

Die Katalyse hat als interdisziplinäres wissenschaftliches Technologiefeld große strategische Bedeutung für Wirtschaft und Gesellschaft. Sie ist eine der wichtigsten Kerntechnologien, um die Herausforderungen des Klimawandels, der Versorgung mit nachhaltiger Energie und mit nachhaltigen Materialien zu lösen. Dafür ist ein grundlegender Wandel in der Katalyseforschung, der chemischen Verfahrenstechnik und der Prozesstechnologie erforderlich. Eine Schlüsselherausforderung besteht darin, die verschiedenen Disziplinen in der Katalyseforschung und -technologie mit der Unterstützung von Datenwissenschaftlern und Mathematikern zusammenzuführen. Diese sogenannte „digitale Katalyse“ soll dabei entlang der Datenwertschöpfungskette realisiert werden, die sich entlang von „Molekülen zu chemischen Prozessen“ orientiert.

Um die übergeordneten Ziele der NFDI interdisziplinär zu erreichen, wird NFDI4Cat besonders eng mit weiteren Konsortien wie dem von der TU mit initiiierten NFDI4Ing und NFDI4Chem kooperieren, deren Förderung nun ebenfalls von der GWK bewilligt wurde.